Schneckenpost

Moin, moin, ob Heikendorf in Sibirien liegt möchte Norbert Geckler aus Kiel-Elmschenhagen am Leser-Telefon wissen. Warum? Weil er in diesen Tagen per Einschreiben einen Glückwunsch-Brief  an seine Nichte geschickt hat, die im Ostseebad wohnt.

Der Umschlag wurde am selben Tag abgestempelt, erreichte jedoch erst nach sechs Tagen sein Ziel. Norbert Geckler hätte gern zeitnah gratuliert  und versteht nicht, warum die Beförderung eines Briefes quasi in die übernächste Gemeinde so lange dauert.

Diese sechs Tage sind auch für den Sprecher der Deutschen Post AG eine lange Laufzeit. Er schreibt: „Die Deutsche Post hat zwar für Briefe – aus Einschreiben – keine Laufzeitgarantien. Seit Jahren jedoch ergeben unabhängig durchgeführte Laufzeitmessungen, dass Briefe innerhalb Deutschlands zu über 95 Prozent am Werktag nach der Einlieferung zugestellt werden.“ Sein Fazit: „Insofern handelt es sich hier tatsächlich um einen bedauerlichen Ausreißer.“

Norbert Geckler überlegt, ob er den nächsten schriftlichen Gruß nicht lieber selbst vorbeibringt.

 

 

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