Im Winter stromlos. Trotzdem GEZ-Gebühren?

Moin, moin, der Inhalt des Briefes, der ihm da ins Haus geflattert war, ärgerte Leser J. aus Kiel. Der Absender – der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio in Köln – beantwortete seine Reklamation einer Berechnung.

„Feststehende Wohnwagen“, so heißt es in dem Schreiben, „sind wie Zweit- und Ferienwohnungen als beitragspflichtig zu werten. Wir berechnen hierfür ganzjährig den Rundfunkbeitrag von monatlich 17,98 Euro.“ Punktum. Dabei hatte unser Leser sein Anliegen genau erklärt. Sein Wohnwagen steht auf dem Campingplatz Heidkate im Kreis Plön, der kein Ganzjahresplatz ist und demzufolge kein Wintercamping anbietet. Während der Monate Oktober bis März steht deshalb auch kein Stromnetz zur Verfügung. Für Herrn J. ist also klar, dass er für April bis September den Rundfunkbeitrag zu zahlen hat. Aber er fragt sich, warum für die sechs Wintermonate ebenfalls Gebühren erhoben werden. Ohne Strom habe er nicht die Möglichkeit – wie in Zweit- oder Ferienwohnungen – seine Geräte zu benutzen, solle also zahlen, ohne einen Gegenwert zu erhalten.

Inzwischen liegt Herrn J. die Kopie eines zweiten Schreibens vor. „Ist die Nutzung auf dem Campingplatz in den Wintermonaten untersagt, gibt es auch keine Beitragspflicht“, teilt mir der Norddeutsche Rundfunk mit und empfiehlt, ein formloses Schreiben an den Beitragsservice in Köln zu schicken und der schriftlichen Abmeldung mit entsprechender Beitragsnummer und Unterschrift einen geeigneten Nachweis über die saisonale Schließung beizufügen. Das könne zum Beispiel die Satzung des Campingplatzes über das Nutzungsverbot im Winterhalbjahr sein. Na bitte, geht doch!

Wohnwagen als Zweitwohnsitz: manche wohnen auch im Winter so

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