Was die anderen so essen. Mitreisende in der Bahn

Moin, moin, Herr Wille aus Preetz kleidet sich gern und gut. Also nicht überkandidelt, sondern eher klassisch – aber eben gut. Und damit hat er ein Problem, denn allein in der vergangenen Woche musste er drei Sakkos reinigen lassen. Warum? Weil sich besonders am Abend die Waggons der Bahnen in Restaurants – nein, ein Restaurant verbinde ich immer noch mit einem Mindestmaß an Tischmanieren – in Imbisse verwandeln.

Am Dienstag stellte ein Mitreisender seinen Kaffeebecher unachtsam auf den Nachbarsitz – mit Folgen. Am Mittwoch öffnete eine junge Frau unfachmännisch die Verpackung ihrer Barbecue-Sauce, dass es nur so spritzte. Und am Freitag – Herr Wille war noch verabredet – machte sich die Tomate des Hamburger Royals, der neben ihm verspeist wurde, selbstständig und landete auf der neuen grasgrünen Jacke.

Herr Wille hat nun mehrere Möglichkeiten: den Pkw zu benutzen, ältere Kleidung zu neuen Ehren kommen zu lassen oder sich mit einer kleidsamen Kittelschürze zu wappnen. Herr Wille überlegt noch – und wir dürfen gespannt sein.

Wer es mag: Pommes aus der Tüte. Foto: Gero Breloer dpa/lnw

Wer es mag: Pommes aus der Tüte. Foto: Gero Breloer dpa/lnw

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